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Stonehenge

In Bournemouth angekommen, hatten wir etwas mehr Zeit das Umfeld zu entdecken. Zwei Nächte waren in unserem Hotel vorgesehen. Das erste Ziel, das wir von dort aus anfuhren, war:

Stonehenge - mystischer Steinkreis, prähistorisches Wunderland.


Die Anlage wurde nach modernsten Datierungsmethoden in drei Bauphasen errichtet. Die schweren Basaltsteine in der zweiten Bauphase kamen aus Wales und wurden in der dritten Bauphase zwischen 2000 und 1500 v. Chr. durch tonnenschwere Sarsensteine aus den Marlborough Downs ersetzt. Mit riesigen Schlitten und Holzbahnen wurden die Steine über 30 km zu ihrem Ziel gerollt.


Stonehenge ist beeindruckend wie rätselhaft. Viele Legenden und Spekulationen beschäftigen sich mit diesem Monument der menschlichen Frühgeschichte. Eine neuere Theorie sagt, dass die Erbauer in einer Zeit fundamentaler gesellschaftlicher Umbrüche lebten. Aus dem Nomadentum wurde Sesshaftigkeit, aus der Jagd wurde Ackerbau und Viehzucht. Es wurden neue Formen des Zusammenlebens geschaffen, die durch ihre Unsicherheit nach starken Göttern verlangten. Die Erbauer mussten über große mathematische und astronomische Kenntnisse verfügt haben. Durch Anordnung der Steine entstanden Linien und Vorgänge, die durch ihre Beständigkeit, wie die Linie zu der am 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende, aufgehenden Sonne, den Menschen signalisierten, dass sie sich auf Sonne, Mond und Sterne verlassen konnten. Das gab Halt und nahm die Furcht. So entstand ein "prähistorisches Lourdes", wie es Archäologieprofessor Timothy Darvill von der Universität Bournemouth benannte. 


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