Das Achilleion auf Korfu

Im Jahr 1891 war das Achilleion bezugsfertig und wurde von der Bauherrin Kaiserin Elisabeth von Österreich und ihrem Hofstaat bezogen. Zur Verfügung standen 128 Zimmer und eine Parkanlage, die vom Schloss steil zur Meeresküste abfiel. Das Schloss stand an der Stelle der alten Villa Braila, die Elisabeth bei ihren Besuchen in Korfu besuchte und die durch ihre idyllische Lage in ihr den Wunsch weckte, dort ein eigenes Schloss nach ihren Vorstellungen zu besitzen. 

Ein in besonderer Weise von Elisabeth verehrter Held der griechischen Mythologie war Achilles. 

"Es ist der sterbende Achilles" sagte die Kaiserin, dem ich meinen Palast geweiht habe, weil er für mich die griechische Seele personifiziert und die Schönheit der Landschaft und der Menschen. Ich liebe ihn auch, weil er so schnellfüßig war. Er war stark und trotzig und hat alle Könige und Traditionen verachtet und die Menschenmassen für nichtig gehalten, gut genug, um wie Halme vom Tod abgemäht zu werden. Er hat nur seinen Willen heilig gehalten und nur seinen Träumen gelebt, und seine Trauer war ihm wertvoller als das ganze Leben." (Tagebuch K. Christomanos, S. 107)

 

 

 

Die Statue der Kaiserin Sisi stand am Eingang: 

 

 

schön, groß, schlank und würdevoll schien sie die Besucher zu empfangen.

 

 

Obwohl für Kaiser Franz Josef auch Gemächer eingerichtet wurden, hat der das Achilleion nie besucht. 

 

 

Bilder zeigen Kaiserin Elisabeth in jüngeren Jahren und Schloss Possenhofen/Bayern,

das Elternhaus der Kaiserin, auf einem Wandteller.

 

 

 Elisabeth mit den Sternendiamanten. Wohl eine Kopie des 1865

entstandenen Gemäldes von Franz Xaver Winterhalter.

 

 

Die Madonnendarstellung "Stella del Mare" von Franz von Matsch in der kleinen Kapelle.

Elisabeth soll dieses Gemälde in Auftrag gegeben haben, als sie und ihr Schiff wieder

glücklich aus einer Seenot kamen. Deshalb entsteigt diese Madonna dem Meer.

 

 

Madonnenfigur in der Kapelle.

 

 

Das Treppenhaus.

 

 

Blick von der Terrasse über die Insel.

 

 

Kaiserin Elisabeth ließ  1884 die von Ernst Herter geschaffene Marmorskulptur "Sterbender Achill" im Schlosspark aufstellen.

 

 

Im Tagebuch von Constantin Christomanos kann man nachlesen: "Cypressen, Jahrhunderte alt, erheben sich da in starrer, fast religiöser Weihe, Magnolien, die jetzt in großen Wunderblüten blühen, und auch gewöhnliche Olivenbäume."

 

 

Ein Denkmal des Dichters Heinrich Heine. Elisabeth verehrte "ihren Meister", wie sie ihn nannte, sehr.

 

 

Elisabeth bereute angeblich, dass sie das neue Achilleion erbauen ließ, denn sie sagte darüber: "Ich habe die alte Wehmut zerstört. Eigentlich bereue ich es jetzt. Unsere Träume sind schöner, wenn wir sie nicht verwirklichen." 1897 stand das Achilleion zum Verkauf.

 

 

1907 kaufte Kaiser Wilhelm II. das Achilleion von Elisabeths Tochter Gisela, die es nach der Ermordung 1898 von ihrer Mutter erbte. 

 

Der Potsdamer Bildhauer Johannes Götz wurde damit beauftragt, einen riesenhaften zweiten männlich-heroischen und vor allem „siegreichen Achilles“ mit Schild und Speer zu schaffen und ihn gegen Sisis „sterbenden Achill“ zu setzen. Er ließ den „sterbenden Achill“ von seinem Hauptplatz im Garten einige Meter nach hinten versetzen und platzierte dafür den siegreichen Achill an dessen angestammten Platz. Helm und Speerspitze waren mit Gold überzogen und bei klarem Wetter bis zum Hauptort Kerkyra sichtbar. Mittlerweile ist das aufgetragene Gold verwittert und nicht mehr erkennbar. Beide Statuen sind bis heute im Garten des Achilleion zu bewundern. (Auszug aus Wikipedia)

 

 

Bei der Rückfahrt nach Stadt Korfu fuhren wir zur Halbinsel Kanoni. Von dort konnten wir die in der Mitte des Bildes liegende Mäuseinsel Pontikonissi und das Kloster Vlacherna sehen.

 

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